Kopfgrafik Bauverein Breisgau
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Volker Wörnhör verabschiedet sich in den Lebensräumen.

Artikel Lebensräume
 

Bildunterschrift:
v.l.n.r. Marc Ullrich, Vorstandsvorsitzender Bauverein Breisgau eG, Gerhard Kiechle, Vorstandsvorsitzender Quartiertreff Bauverein Breisgau e.V., Volker Wörnhör, Quartierskoordinator und Geschäftsführer Quartierstreff Bauverein Breisgau e.V.

 

Volker Wörnhör verabschiedet sich in den Lebensräumen.
Liebe Bauvereinsmitglieder, liebe Ehrenamtliche der Quartiersarbeit beim Bauverein, liebe Kolleginnen und Kollegen.
Als beim Bauverein im Jahr 2008 die Idee aufkam, Quartiersarbeit als eigenständigen Bereich einzurichten, war dies ein ganz neues Feld innerhalb der Baugenossenschaft. Der damalige Vorstandsvorsitzende Reinhard Disch kam auf mich zu und fragte mich, ob ich mir die Aufgabe des Quartiersmanagers vorstellen könnte. Nach kurzer Überlegung bewarb ich mich auf die Stelle und wurde am 1. Mai 2009 als Quartierskoordinator eingestellt.
Anfangs lediglich mit Laptop und Telefon ausgestattet, aber noch ohne festen Arbeitsplatz war ich mit der Einrichtung des Quartierstreff 46 in Zähringen beschäftigt. Die offizielle Einweihung fand am 15.10.2009 statt. Nun hatte ich auch ein festes Büro für die nächsten fast 11 Jahre.
Unterstützt wurde ich neben dem Vorstand des Bauvereins, hier bin ich v.a. Herrn Gerhard Kiechle zu Dank verpflichtet, in erster Linie von den zahlreichen Ehrenamtlichen. Zusammen mit Studierenden der Katholischen Hochschule Freiburg hatten Sie bereits in einer Zukunftswerkstatt Ideen und Vorschläge entwickelt, die es jetzt umzusetzen galt.
Es wurde viel gesprochen über die Inhalte der Quartiersarbeit, aber vor allem wurde sie praktiziert. Der Quartierstreff 46 führte Menschen zusammen, gab ihnen einen Anlaufpunkt zum Austausch, zum Kennenlernen anderer Menschen und vor allem zum gemeinsmen Miteinander. Es wurde gespielt, gestrickt, gemalt, gesungen, gewandert, Theater gespielt und es gab Ausstellungen, Kaffeetrinken, Abendveranstaltungen und vieles mehr.
Im November 2011 wurde der Verein Quartierstreff Bauverein Breisgau e.V. gegründet. Inzwischen gibt es über 800 Mitglieder und es ist gelungen, 5 Quartierstreffs einzurichten. Pro Jahr können so über 20000 Menschen bei Veranstaltungen begrüßt werden.
Der Verein heißt im Untertitel „Verein für generationenübergreifendes Miteinander und Nachbarschaftshilfe".
Die Nachbarschaftshilfe war immer schon mitgedacht. Zum einen sollte den Bewohnern Feste, Kulturveranstaltungen, Gesundheitssport, Vorträge zur Gesundheit, regelmäßige Cafetreffs und vieles andere angeboten werden, es ging aber auch darum, durch die Angebote und den regelmäßigen Kontakt Vertrauen aufzubauen und dadurch die Möglichkeit zu eröffnen, sich in schwierigen Situationen von anderen helfen zu lassen.
In meiner Arbeit als Quartierskoordinator kam es mir immer darauf an, Unterstützer und Ansprechpartner für die vielen freiwillig Engagierten zu sein, sowie einen guten Rahmen zu schaffen für die Arbeit. Es war mir ein großes Anliegen, zu vermitteln, dass ehrenamtlich arbeiten auch immer mit Selbstsorge verknüpft sein muss. Nur mit Freude und Zutrauen in die eigenen Kräfte kann ich auch für andere da sein und sie unterstützen.
Um dies alles zu bewerkstelligen, brauchte es weitere helfende Hände. Es brauchte v.a. für die Verwaltungsaufgaben und die Organisation Mitarbeiter, die inzwischen zu selbständigen Kolleginnen und Kollegen geworden sind, die in den einzelnen Quartieren eigene Programme erstellen und neue Ideen eingebracht haben. Und sie haben das jeweils innerhalb eines Minijobs gemacht und mit hohem Engagement gearbeitet. Dafür danke ich meinen Mitarbeiterinnen und Kolleginnen ganz herzlich.
Unterstützt wurden sie und ich ab dem Frühjahr 2016 durch die Diplom-Sozialpädagogin Frau Regina Kieninger, die mit ihrer Professionalität und ihrer ausgleichenden Art in manchen schwierigen Situationen neue Ideen eingebracht und damit auch Lösungen angeboten hat. Mit ihren regelmäßigen Sozialberatungen wurde sie für die Mitarbeiterinnen und Besucher der Quartierstreffs zu einer regelmäßig aufgesuchten Anlaufstelle. Einen wesentlichen Anteil hatte sie auch an der Erstellung der Konzeption der Alltagshilfe, die zur Anerkennung gegenüber dem Sozialministerium notwendig war. Dies alles neben ihrer Tätigkeit als Mediatorin in so manchem Nachbarschaftskonflikt, bei dem die Kolleginnen und Kollegen aus dem Mieter- und Gebäudeservice Ihre Hilfe gerne in Anspruch nehmen. Dafür sage ich Frau Kieninger recht herzlich Danke.
Was klein angefangen hat als Nachbarschaftshilfe mit freiwilligen Leistungen von Ehrenamtlichen macht inzwischen als Alltagshilfe, getragen durch die Pflegekassen, einen beachtlichen Teil der Quartiersarbeit aus. So haben im Jahr 2019 zwanzig Alltagshelfer bereits über 1000 Stunden dafür geleistet. Die Arbeit ist so umfangreich, dass eine Alltagshilfekoordinatorin eingestellt wurde. Frau Liane Peter und allen Alltagshelfern wünsche ich für diese wichtige gesellschaftliche Arbeit weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen.
Ein wichtiger Teil meiner Arbeit war auch die Vernetzung in den Stadtteilen. In Zähringen war dies v.a. der Runde Tisch, aus dem heraus es gelungen ist, eine Steuergruppe zu installieren, die nicht unwesentlich daran beteiligt war, dass es heute in Zähringen einen städtischen Quartiersarbeiter gibt. Alle Beteiligten seien herzlich gegrüßt.
Auch meinen Kollegen und Kolleginnen aus dem Bauverein, mit denen ich zusammengearbeitet habe, möchte ich auf diesem Weg nochmals ganz herzlich danken für das gute Miteinander.
Leider konnte ich mich bei vielen von Ihnen durch die Corona-Krise bedingt nicht mehr persönlich verabschieden. Seien Sie mit diesen Zeilen herzlich gegrüßt. Ich hoffe, dass es nach Corona wieder viele Begegnungen und viele Veranstaltungen in den 5 Quartierstreffs geben kann.
Und ich hoffe, dass auch in Zukunft viele Ehrenamtlichen Freude daran haben, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten einzubringen und daran auch andere teilnehmen zu lassen. Denn dies ist für mich das Herz der Quartiersarbeit.
Diese Arbeit hat mir Freude gemacht und viele schöne Erlebnisse bereitet und ich wünsche meiner Nachfolgerin Frau Franziska Marra alles Gute beim Weiterführen dieser Quartiersarbeit beim Bauverein.
Ich grüße Sie aus meinem sogenannten Ruhestand, in dem ich genauso eingeschränkt bin wie alle und deshalb noch nicht zu all den schönen Dingen komme, die ich mir vorgenommen habe: Reisen in Städte und an Strände, Sport treiben, Theater spielen, im Chor singen. Und irgendwann „meine" Quartierstreffs besuchen.
Bleiben Sie gesund.
Ihr Volker Wörnhör

weitere Fotos siehe Link

 

Bauverein Breisgau eG
Zähringer Straße 48
79108 Freiburg im Breisgau
Telefon +49 (0) 761 51044 37
Fax +49 (0) 761 51044 99 37
Mail marc.ullrich@bauverein-breisgau.de
Webseite www.bauverein-breisgau.de
Registergericht Freiburg GnR 3
Vorstand: Marc Ullrich (Vorsitzender), Jörg Straub, Gerhard Kiechle
Aufsichtsratsvorsitzender: Martin Behrens